Aufbruch in das Workcamp 2010

Sebastian: Die erste Zigarette nach 3 Stunden Flug von Wien nach Kairo, wunderbar mein Feuerzeug im Handgepäck hat überlebt, dank etwas schleißiger Kontrollen in Schwechat, war aber froh darüber. Von Kenia nach Nairobi war es dann weg, zumindest bei mir, eines konnte in der Gruppe auch in Kairo durchgeschleust werden.  Ankunft in Nairobi am 4.8. um 4:45 nach einer Stunde Verzögerung. Wider Erwarten sind alle Gepäckstücke angekommen, Hut ab.  4.8. wir sind alle ziemlich geschlaucht, doch glücklich und wohlbehalten angekommen. 5.8. Heute waren wir in Limaru und haben Irene Baumgartners „The Nest“, ein Heim für Waisen besucht und einen kleinen Teil unserer mitgenommenen Geschenke für die Kleinen dort gelassen. Wir wurden, obwohl unangekündigt, herzlichst begrüßt, die Kinder wurden zusammengetrommelt und wir wurden mit 3 Liedern des gemischten Kinderchores mit Tanz und Gesang begrüßt. Nach einer kurzen Führung durch das Waisenhaus ging es dann mit den Kids auf den hauseigenen Spielplatz. Das Highlight waren unsere Digicams, wir ließen die Kinder damit hantieren und sie hatten eine Menge Spaß dabei. Die kleinen Profis am Abzug lieferten einige süße Schnappschüsse. Am Nachmittag wurde noch das „Halfway Nest“ besucht, ebenfalls ein Kinderheim, allerdings für frisch geschlüpfte Kenianer Die Babys wurden geherzt und geknuddelt. Ich glaube, Papa freut sich schon auf Enkerl ;) … Ich hab mit meiner Kamera geknipst und die Babys fähigeren Händen überlassen, ich hab immer die Angst, ich mach was kaputt.  Jetzt sitzen wir nach dem Abendessen in einer gemütlichen Runde im Garten bei kenianischem Refrain und Bier. Ich freue mich schon auf morgen, jetzt geht das Workcamp endlich los…
Bis die Tage, alles Liebe für die daheim gebliebenen!

Elisabeth: Also, nach den ersten Eindrücken und einem echt anstrengenden Flug, war jeder froh, eine Mütze Schlaf zu bekommen. Bereits den nächsten Tag haben wir einiges unternommen und viele neue Erlebnisse gemacht. Die Einrichtung von Irene Baumgartner – ein Kinderheim mit dem Namen „The Nest“ war für alle wohl das beeindruckenste…
Bis jetzt, glaub ich, hat jeder nur gute Erfahrungen gemacht und ist froh, hier zu sein!

Hannes: Ein außergewöhnlicher Check-In. Ein verschlafener Flug, der vor dem Film zu Ende war. Ein verschwundener Pass. Ein Duty-Free-Shop. Ein Raucherzimmer am Gate „FNG“. Ein wiedergefundener Pass. Ein Aufenthalt am Flughafen, im heißen Flugzeug, das mit einer Stunde Verspätung abfliegt. Ein weinendes Baby. Ein überdurchschnittlich langer Sicherheitscheck bei einem Gruppenmitglid. Ein Zollbeamter, der sich einen Spaß macht. Ein Bus mit lebendigem Gepäcknetz und keinen Stoßdämpfern. Ein Quartier, in dem uns niemand empfängt. Ein Ausflug in eine dank Wahl ausgestorbene und „geschlossene“ Stadt. Ein verschlafener Nachmittag. Ein Tag in Kenia.

Christine: Bis jetzt super Erfahrungen und wahnsinnig schön noch dazu. Kinder, die lachen – was will man mehr.

Irena: Nicht nur träumen, nicht nur sehen, aber erleben…
Nach dem Besuch in dem Kinderheim „The Nest“ war ich ziemlich schwer betroffen. Das Leben in Kenia ist sehr hart. Ich halte meine Daumen für das dritte „The Nest“ Zentrum (das geplant ist).

Liebe Alle im fernen Österreich :) Hier im Kolping Centre Nairobi haben wir für kurze Zeit die Möglichkeit, Euch auf dem Laufenden zu halten! Heute haben einige TeilnehmerInnen in mein Tagebuch geschrieben und ich möchte Euch hier ein paar persönliche Eindrücke vermitteln: Josi: Kenia ist für mich Neuland, da ich noch keine Reise nach Afrika unternommen habe. Es ist in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich ist es schwer, schon von einem Gesamteindruck zu sprechen, wenn man bisher nur Nairobi kennengelernt hat. Nairobi ist natürlich eine Grroßstadt (3 Mio. EW) und zu den Verkehrszeiten geht es rund. Aber ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Sebastian: Die erste Zigarette nach 3 Stunden Flug von Wien nach Kairo, wunderbar :) Mein Feuerzeug im Handgepäck hat überlebt, dank etwas scheißigen Kontrollen in Schwechat, war aber froh darüber. Von Kairo nach Nairobi war es dann weg, zumindest bei mir, eines konnte in der Gruppe auch in Kairo durchgeschleust werden. :) Ankunft in Nairobi am 04.08.10 um 04:45 nach einer Stunde Verzögerung. Wider Erwarten sind alle Gepäckstücke angekommen, Hut ab :) 4.8. wir sind ziemlich geschlaucht, doch glücklich und wohlbehalten angekommen. 5.8. Heute waren wir in Limaru und haben Irene Baumgartners "The Nest", ein Heim für Waisen besucht und einen Teil unserer mitgenommenen Geschenke für die Kleinen dort gelassen. Wir wurden, obwohl unangekündigt, herzlichst begrüßt, die Kinder wurden zusammengetrommelt und wir wurden mit 3 Liedern des gemischen Kinderchores mit Tanz und Gesang begrüßt. Nach einer kurzen Führung durch das Waisenhaus ging es dann mit den Kids auf den hauseigenen Spielplatz. Das Highlight war unsere Digicams, wir ließen die Kids damit hantieren und sie hatten eine Menge Spaß dabei. Die kleinen Profis am Abzug lieferten einige süße Schnappschüsse. Am Nachmittag wurde noch das "Halfway Nest" besucht, ebenfalls ein Kinderheim, allerdings für frisch geschlüpfte Kenyaner. :) Die Babys wurden geherzt und geknuddelt. Ich glaube, Papa freut sich schon auf Enkerl :) ... ich hab mit meiner Kamera geknipst und die Babys fähigeren Händen überlassen, ich habe immer die Angst, ich mach was kaputt :) Jetzt sitzen wir nach dem Abendessen in einer gemütlichen Runde im Garten bei kenianischem Refrain und Bier. Ich freu mich schon auf morgen, jetzt geh das Workcamp endlich los... bis die Tage alles Liebe für die daheim gebliebenen! Elisabeth: Also, nach den ersten Eindrücken und einem echt anstrengendem Flug, wo jeder froh war eine Mütze Schlaf zu bekommen. Bereits den nächsten Tag haben wir einiges unternommen und viele neue Erlebnisse gemacht. Die Einrichtung von Irene Baumgartner, ein Kinderheim mit dem Namen "The Nest" war für alle wohl das beeindruckenste... Bis jetzt, glaub ich, hat jeder nur gute Erfahrungen gemacht & ist froh hier zu sein! Hannes: Ein außergewöhnlicher Check-In. Ein verschlafener Flug, der vor dem Film zu Ende war. Ein verschwundener Passs. Ein Duty-Free-Shop. Ein Rauchzimmer am Gate "FNG". Ein wiedergefundener Pass. Ein Aufenthalt am Flughafen, im heißen Flugzeug, das mit einer Stunde Verspätung abfliegt. Ein weinendes Baby. Ein überdurchschnittlich langer Sicherheitscheck bei einem Gruppenmitglied. Ein Zollbeamter, der sich einen Spaß macht. Ein Bus mit lebendigem Gepäcknetz und keinen Stoßdaämpfern. Eiin Quartier, in dem uns niemand empfing. Ein Ausflug in eine dank Wahl ausgestorbene und geschlossene Stadt. Ein verschlafener Nachmittag. Ein Tag in Kenia. Christine: Bis jetzt super Erfahrungen und wahnsinnig schön noch dazu. Kinder die lachen - was will man mehr. Irena: Nicht nur träumen, nicht nur sehen, aber erleben... Nach dem Besuch in dem Kinderheim "The Nest" war ich ziemlich schwer betroffen. Das Leben in Kenia ist sehr hart. Ich halte meine Daumen für das dritte "The Nest".Zentrum! Ulli: Liebe Alle, die in Österreich weilen oder an irgendeinem anderen Ort und das hier lesen! Wie ihr seht, gibt es unterschiedliche Eindrücke und der stärkste war wohl die beiden Besuche in "The Nest" und "Halfway Nest". Im "The Nest" wohnen zur Zeit ca. 70 Kinder, deren Mütter mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind (und man achte auf die in europäischem Verständnis banalen "Verbrechen": ohne Schürze einem business nachgehen oder Müll auf den Boden werfen. Zur Info: wenn ein Mann Müll aus dem fahrenden Bus schmeißt, wird er deswegen nicht verhaftet und eingesperrt. Natürlich gibt es auch schwerwiegendere Verbrechen, wie die Vernachlässigung, Nicht-Ernährung der Kinder oder Alkoholmissbrauch). "The Nest" erhält sich mittel Spendengeldern, somit spielt Fundraising eine große Rolle. Wir wurden wirklich herzlich aufgenommen und die Kinder wurden nicht nur von uns geherzt, sie haben uns so viel Vertrauen, Wärme und Sicherheit vermittelt, dass es uns richtig schwer gefallen ist, wieder zu gehen! Liebe Leute, ich hoffe, wir haben Euch nicht mit unseren ersten Eindrücken "überfordert" und freuen uns, wenn Ihr uns auch schreibt und sogar Fragen postet :) Alles, alles Liebe an alle! Viele Grüße und lala salama (= gute Nacht!) Ulli und das Kolping-Workcamp-Team! :)

2. Bericht

wir sind gut in Kilimambogo angekommen. Die Begruessung war grandiose und hat alle schwer begeistert. Der Bus blieb vor dem Zentrumstor stehen, vierzig Afrikaner tanzten mit Hingebung, Freude, Lautstaerke und Rhythmus und luden uns zum Mitmachen ein. Einige aus unserer Gruppe fragten: "Was wird hier gefeiert?" Sie waren voellig ueberwaeltigt. Es folgten Begruessungen, Vorstellrunden, Erfrischungen, Schauspiele, Theater usw.
Dann haben die Teilnehmer fuer eine Stunde ihre Arbeitsbereiche kennengelernt. Am Abend gab es ein grandioses Willkommensfest mit geschaetzten 200 Gaesten, einem vielfaeltigem traditionellem Essen und Tanz. Samstag morgen ist der Kuechenkoch richtig ins Schwitzen gekommen da zur vereinbarten Zeit um 7:00 Uhr bereits alle Austrians vor dem Speisesaal versammelt waren und der Koch noch seine Waesche aufhaengte. Er hat kurz alle begruesst und ist dann wie ein 100 Meter Schnellsprintprofi in die Kueche geduest.

Montag:
Die Arbeit geht super voran: Die strassenseitige Bepflanzung entlang des Zaunes ist fertig, das war neuer Kenia/Kilimambogo-Setzlinge-Einpflanzungsrekord und die Malerarbeiten bei den Boysquarters an Decke und Waenden inkl. spachteln und schmiergeln/abschleifen sind auch schon fertig.
Der Grundstruktur des cowshed inklusive Sparren steht zur Haelfte (hoffentlich findet der Beton der Fundamente in der Schnelligkeit Zeit zum
Abbinden)
Sebastian hat mit seinen mitgebrachten PC Ersatzteilen RAM, ROM, motherboard, Prozessoren,...schon drei alte Computer (oder das was von Ihnen uebrig war) wieder zum Laufen gebracht. Die Leute sind voll dankbar.
Jetzt wird gerade versucht, ein Netzwerk auf die Beine zu stellen.
Am Abend ist es immer lustig: Tanz, Gruppenspiele, Walzer tanzen lernen, chatten, ...
Es sind alle g'sund und munter.
Das wars fuers erste,
Konrad

3. Bericht

Liebe Familien, liebe Freunde, liebe Kolping-Leute, liebe Alle!

Zunaechst moechten wir uns entschuldigen, dass Ihr so lange auf unsere naechste Nachricht und unsere Eindruecke warten musstet. Ausserdem ein dickes sorry fuer die Schreibweise (mit ue, ae, ss, etc.), die englische Tastatur ist etwas gewoehnungsbeduerftig!
Am 06.08.2010 sind wir um ca. 09Uhr30 von Nairobi nach Kilimambogo (Kili = Huegel, Mambogo = Bueffel) gefahren.  Die Fahrt sollte eine “afrikanische Stunde“ lang dauern, de facto haben wir ca. 2 Stunden gebraucht, in Nairobi war unglaublich viel Verkehr und unser Busfahrer Anthony ist besonders vorsichtig und sicher gefahren. Die Strassen in Kenia sind keineswegs mit den Strassen in Oesterreich vergleichbar, Schlagloecher und hohe Bodenewellen sind gang und gebe. Mit etwa 40 bis 50 km/h sind wir gemuetlich dahin gefahren.
Als wir beim Kolping Centre in Kilimambogo ankamen, wurden wir so herzlich wie noch nie begruesst – unglaublich!
Das Tor stand bereits offen, die gesamte Crew sowie alle SchuelerInnen standen beim Eingang und haben geklatscht, gesungen und getanzt – es war wie ein Festzug fuer uns. Wir haben uns den singenden und tanzenden Gastgebern angeschlossen und versucht, mitzutanzen. Die gesamte „Prozession“ war sehr emotional!! Nachdem sich die Crew selbst und auch die SchuelerInnen vorgestellt hatte, bekam jeder Workcamp-Teilnehmer einen kleinen Strauss Rosen. Nachdem wir uns im Gaestebuch verewigt hatten, wurden die Zimmer aufgeteilt und anschliessend alle TeilnehmerInnen in unterschiedliche Arbeitsgruppen eingeteilt. 1. bush planting: team leader „Mr. Karl“, Irena, Josi und Ulli
2. painting (walls and roofs): Sylvia, Christine, Antonia und Michaela, 3. computer repair: “Mr. Sebastian” und Hannes, 4. cow shed/staff house: team leaders “Simone and Elisabeth”, Philipp, Negar, Sabrina und Vooria.
Am Abend gab es eine beeindruckende “Welcome Party” fuer uns (traditional dances, drama, choral, verse und poems in AFRICAN STYLE). Schliesslich wurden wir zum tanzen aufgefordert, die Stimmung war unbeschreiblich gut, wir fuehlen uns hier vom ersten Tag an super wohl, augenommen und auch innerhalb der Oesterreich-Gruppe passt alles. Nach der African-Party gab es kenianisches Essen (Reis mit Fleisch, eine Art Polenta mit erdigem Geschmack, Suesskartoffelpuerree mit schwarzen Bohnen, Suesskartoffeln, eine andere Kartoffelsorte mit weisser Haut, gegrilltes Huhn, beef-Gulasch (dieses schmeckt wie eine Suppe und ist definitiv ein Highlight. Sie wird als Beilagensauce zu jedem Gericht gegessen) und Salat (mit Essig und Mayonaise angeruehrt).
An unserem zweiten Morgen in Kilimambogo mussten wir sehr lange auf unser Fruehstueck warten und hier haben wir deutlich gesehen, dass die „afrikanische“ Uhr anders tickt als die penibel genaue und minutioese oesterreichische Uhr. Erstaunt waren wir auch, wie kalt es eigentlich in Kilimambogo ist. In Nairobi haben wir naemlich gehoert, dass es hier viel waermer sein soll als in der Hauptstadt. Jedoch ist es in der Frueh sehr frisch, wir tragen alle einen Pullover, manche von uns sogar eine Jacke. Mittlerweile haben wir Oesterreicher und Kenianer uns ganz gut aneinander angepasst. Wir kommen einfach 30Minuten spaeter zum Essen und die Kenianer versuchen das Essen 30Minuten frueher zu servieren.
Negar und ich durften in den letzten Tagen sehr viel in der Kueche helfen (Geschirr abwaschen: es werden taeglich ueber 80 Menschen verpflegt und das Geschirr (Teller, Besteck, Glaeser, Haeferl, etc.) mit der Hand gewaschen.
Am 6. Tag (8.8.10; Sonntag) waren wir bei Fourteen Falls. Konrad, Robert und ein paar Jungs haben uns einen guten Eintrittspreis verhandelt (die Einheimischen duerfen gratis zu den Fourteen Falls, bei den Touristen werden teilweise total ueberzogene Preise verlangt (Info Robert)). Fourteen Falls war definitiv fuer uns alle ein beeindruckendes Erlebnis, ein Grossteil der Gruppe ist dann mit Booten auf die andere Seite des Ufers gefahren und hat von dort die Aussicht und die Natur genossen, einige andere wollten nicht mitfahren. Zu den Fourteen Falls sind wir mit „unserem“ Kolping-Bus gefahren und ins Centre zurueck sind wir dann zu Fuss gegangen.
An unserem 7. Tag haben wir unseren ersten Skorpion gesichtet, alle waren sehr beeindruckt und haben viele Fotos geschossen – ausserdem haben wir eine neue Erkenntnis gewonnen: Gehe nach Einbruch der Dunkelheit niemals mit Flip Flops durchs Gras, wenn du nicht weisst, wo du hin steigst.
Heute ist unser achter Tag in Kenia. Bereits gestern hatte die bush planting group ihre Aufgaben erfuellt. Irena ist mit Anthony, unserem Driver, nach Thika (eine Stadt nahe Kilimambogo, ca. 15 Autominuten) gefahren und hat neue Pflanzen gekauft, die die bush-planting group heute einsetzt.
Die painting-group hat auch schon grosse Fortschritte erzielt; Sebastian und Hannes haben schon einige Stand-PCs und einen Laptop gemeinsam mit den Students der computer-section zusammengebaut, das Grundgestell des Cow-Shed steht auch schon, wurde gestern gestrichen, momentan wird in der Naehe des Staff-House ein Fundament gesetzt, Elisabeth, Simone und die anderen waren zu Beginn erstaunt, wie der Zement gemischt wird (er wird per Hand gemischt und es werden dafuer grosse Steine verwendet).
Heute, Tag 8 (10.08.10) wurden Konrad und Ulli von John Matenge zur Kolping-Oesterreich-Kenia-Besprechung gerufen. Wir haben einige neue Projektideen von John fuer das Kolping Vocational Training Centre in Kilimambogo diskutiert und anschliessend gefragt, welche Speisen sie an unserem letzten Tag hier in Kilimambogo essen moechten. Die Oesterreich-Gruppe plant naemlich einen oesterreichischen Abend mit Wiener Schnitzel und Erdaepfelgulasch fuer die gesamte Crew und alle Burschen (ca. 100 Portionen werden gekocht). John meint, seine Crew und die Jugendlichen „are going to taste „Europe“ on this evening“.

Ich hoffe, ich konnte Euch Daheimgebliebenen einen kleinen Ueberblick und allgemeinen Eindruck von Kilimambogo vermitteln. In Kenia selbst fuehre ich ein Tagebuch, in dem genau festgehalten wird, was wir jeden Tag machen, was wir erleben, etc. In dieses Buch schreiben hin und wieder die anderen Workcamp-TeilnehmerInnen einige Kommentare bzw. ihre persoenlichen Eindruecke hinein.
Die weiteren, nach Nairobi gesammelten, Eindruecke der Mitglieder moechte ich nun abtippen, um sie moeglichst authentisch zu halten.

Am 5.8.10 wurden von einem defekten Stromkabel aufgehalten. Simone schreibt dazu:
Wir haben vergessen, das Stromkabel zu erwaehnen... Auf dem Weg von Langata zum Waisenhaus „The Nest“ stockt ploetzlich der Verkehr – ein Kabel der Stromleitungen haengt knapp ueber der Strasse. In Oesterreich waere schon eine riesige Feuerwehrabordnung vor Ort... Was machen die Kenianer? Nein, sie denken nicht daran, die Polizei zu rufen. Einer nimmt einen Stock und haelt das Kabel in die Hoehe. Der Weg ist frei und ein Bus voller Musungus (Weisse) kann nicht aufhoeren Fotos zu knipsen


Negar: Ich dache, Kenia ist ein Land der Gegensaetze, aber desto mehr ich dieses Land – von dem ich bisher nur sehr wenig gesehen habe – erlebe, desto mehr glaube ich, dass diese Gegensaetze in mir selbst sind: ich bin undglaublich erschuettert und traurig ueber die Armut, die ich sehe und zur gleichen Zeit denke ich daran, was ich am Abend alles essen werde oder was ich mir am Markt kaufe... mir reisst es die Traenen in die Augen, wenn ich an Badu denke, der Junge vom Markt mit der dreckigen Kleidung, und eine Stunde spaeter steh ich vorm Spiegel in meinem geraumigen Zimmer und frag mich, ob ich diese Bluse zu jener Hose tragen kann... Und wenn ich so darueber nachdenke, kann ich mich selbst nicht leiden.


Sabrina: So herzlich empfangen wie in Kilimambogo wurde ich noch nie! Die Menschen strahlen so viel Herzlichkeit und Waerme aus, die so ansteckend ist, dass man nur froehlich sein kann! Die Arbeit macht somit auch extrem viel Spass!

Antonia: Ich geniesse jeden Augenblick unserer Reise! Die Offenheit der Leute hier ist einzigartig! Die naechste Reise nach Kenia ist schon gebucht!

Christine: lustige Abende, aktive Vormittage & Nachmittage, viel Gelaechter, erschreckend: der Muell; super nette, lustige, Gruppe, die wir da haben, kurze Naechte, viel zu trinken, Vodka, Rotwein, Bier, betrunkene Leute *ggg*, Lieder singen wollen, ohne die Texte zu koennen, viele Gespraeche, Soccer, Volleyball, 14 Falls
Tagesablauf:
Essen (breakfast)
Work
Essen (Tea break)
Work
Essen (lunch)
Work
Essen (dinner/supper)
es wird zu oft gegessen, es wird zu viel geraucht
Freu mich auf weitere lustige Abende und erfolgreiche Arbeitstage

4. Bericht

Hallo an Alle!

Unser gestrige Ausflug zum Rondo Retreat war super! Wir sind um 06:00Uhr in der Früh vom St. Anna's Guest House los gefahren, haben Samuel, Robert und Alois vom Zentrum abgeholt und nach 3,5 Stunden für etwa 70km waren wir endlich da!
Auf der Fahrt konnten wir einen super schönen Sonnenaufgang bewundern, die Fotos dazu folgen natürlich!
Drei Guides haben uns durch den Urwald begleitet, unsere große Gruppe von insgesamt 20 Personen hat sich auf diese drei Guides aufgeteilt. So konnten wir in aller Ruhe wandern, die Guides haben uns die Tiere (v.a. Affen!!) in den Bäumen gezeigt, eine giftige tote Schlange haben wir auch entdeckt, Schmetterlinge gibts total viele und die Safari Ants waren auch ein besonderes Erlebnis. Die Safari Ants haben beeindruckende Straßen, die von Wächtern bewacht werden. Wenn man über die Ameisenstraße steigt, muss man aufpassen, dass sich keiner der Wächter festhält, die beißen ganz schön. Wenn man jedoch gute Socken und eine Hose darüber anzieht, dann passt das schon!
Durch den Urwald sind wir auf den Berg hinaufgewandert - mit einem kleinen Zwischenstopp bei einer Höhle, in die wir auch hineingehen durften. In der Höhle haben Fledermäuse geschlafen, der Guide hat sie uns "angeleuchtet" - Irena und Sylvia haben fleissig Fotos geschossen. Das letzte Stück hinauf war ganz schön steil! Empfehlenswert sind daher auf alle Fälle Schuhe mit Profil :) Am Rückweg haben wir einen Stopp am Äquator eingelegt (das Gruppenfoto kann man schon auf Facebook bewundern). Der Tag war richtig schön, ich glaub, auch Samuel, Alois und Robert haben die Erfahrung sehr genossen.
Am Abend waren alle schon recht müde, wir haben im St. Anna's Guest House gegessen. Leider gab es wieder nur sehr wenig Gemüse (eine kleine Schale Linsen für 17 Leute), anderes Gemüse gab es gar nicht (abgesehen vom Spinat).

Heute ist unser letzter Arbeitstag im Kolping-Zentrum in Kisumu. Die Arbeiten sind schon fast alle abgeschlossen! Das Haupthaus hat einen neuen Anstrich (Kolpingfarben) bekommen, das Dach wurde ausgebessert (rostige Nägel wurden entfernt, die Löcher mit einer Teerpaste verschmiert). Sabrina und ich haben begonnen, den Kolping-Bus (den wir aus Kilimambogo ausgeborgt haben), zu putzen. In den letzten Wochen hat sich super viel Dreck gesammelt und außerdem glauben wir, dass der Bus ohnehin nicht so regelmäßig geputzt wird.
Heute Nachmittag werden wir noch unseren Abschied mit den Zentrums-Burschen feiern, wir haben einige Geschenke und Mitbringsel, die wir noch verteilen müssen. Den vier Frauen haben wir bereits am Vormittag unsere Sachen gegeben, die Freude war sehr groß!

Morgen Abend fliegen wir zurück nach Nairobi, wo wir uns bis Sonntag noch die Stadt anschauen können und ab Sonntag startet unsere Safari in der Masai Mara. Die Masai Mara Safari ist bestimmt unser großes Highlight, wir freuen uns alle schon total darauf!

Die Zeit vergeht wie im Flug, jetzt bleiben uns nur noch wenige, abgezählte Tage in Kenia!

Alles Liebe und viel Afrikafeeling senden Euch Ulli, Konrad, Sebastian, Karl, Hannes, Simone, Elisabeth, Irena, Sylvia, Vooria & Negar, Josi & Sabrina, Michi, Philipp, Antonia (Mimi) und Christine!!!!

Die Bilanz

„Grüne Zäune“, re-vitalisierte Computer und Apfel-Papaya-Kompott:
Rückblick auf das Kolping-Sommer-Workcamp 2010

Sinnvoll helfen und tragfähige Kontakte knüpfen zu Menschen eines anderen Kulturkreises: Diese attraktive Kombination bieten die Kolping-Workcamps in unseren Partnerländern in Afrika und Lateinamerika. Der heurige Sommer-Einsatz (3. bis 25. August) führte nach Kenia führen. Hier leitet Kolping zwei Berufsausbildungszentren, in denen Jugendliche aus ärmsten Verhältnissen zu Tischlern, Mechanikern, Maurern und Bürokräften ausgebildet werden.
Auf die 17 Freiwilligen aus Österreich wartete ein abwechslungsreicher Einsatz: „Wir haben ein Dach ausgebessert, einen Unterstand für Milchkühe errichtet, diversen Räumen und einer Fassade einen frischen Anstrich verpasst, mehreren hundert Laufmetern Setzlinge für einen „grünen“ Zaun eingepflanzt, 14 PCs miteinander vernetzt, einige alte Computer wieder zum Leben erweckt, afrikanisch kochen gelernt, uns zeitweise sehr gewundert, viel geschwitzt und manchmal gefroren, zahlreiche Gespräche geführt und vor allem viel Spaß gehabt“, zieht Einsatzleiter Konrad Kleemayr, ein ehemaliger Entwicklungshelfer, ein erstes Resumee.
Das Kolping-Team war in jedem der beiden Zentren je eine Woche im Einsatz; die TeilnehmerInnen kamen aus allen Teilen Österreichs, auch alle Altersgruppen waren vertreten – die drei Jüngsten hatten im Juni gerade die Matura gemacht.

Neben den handwerklichen Arbeiten standen in Kenia auch kulturelle Begegnungen und der Besuch im Nationalpark „Masai Mara“ auf dem Programm, wo es die „Big Five" (Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel, Elefant) in atemberaubender Landschaft aus nächster Nähe zu bestaunen gab. Als Höhepunkte werden die Teilnehmern auch die Feste in Erinnerung bleiben, die zu ihren Ehren gefeiert wurden; als Dank richtete die Gruppe auch einen „österreichischen Abend“ aus: mit Wiener Schnitzel und Gulasch für über hundert Gäste, als Nachspeise wurde Griesschmarren mit Apfel-Papaya-Kompott verspeist.

Ein herzliches Dankeschön an alle TeilnehmerInnen und an jene, die bei uns in Österreich für den Arbeitseinsatz geworben oder ihn finanziell unterstützt haben! Für unsere Partner in Kenia war das Workcamp jedenfalls ein wichtiges Signal der Solidarität, wie es auch Samuel Anyanga, Direktor des Kolping-Projektes in Nyawita, in einer Grußbotschaft zum Ausdruck bringt: „Jambo und vielen Dank für eure gute Arbeit sowie die Unterstützung für uns hier im Berufsbildungszentrum! Es tut gut, dass ihr Kenia nicht vergessen habt.“

Details zum Kolping-Workcamp 2010 auf www.kolping.at ; Blogs der TeilnehmerInnen zum nachlesen gibt’s auch auf der Facebook-Gruppe „Kolpingjugend & Friends.